
Als
nunmehr siebte Brauerei reiht sich die Brauerei Hofmann in Hohenschwärz,
nahe Gräfenberg, in die Reihe der Preisträger des Sympathieseidlas
ein. Die Brauerei wurde während der Jahreshauptversammlung im Februar von
den Mitgliedern gewählt. Warum die Brauerei nomminiert und schließlich
auch gewählt wurde, können Sie aus der untenstehenden Laudatio ersehen.
Am Freitag, den 15.
April 2005, fuhren 31 Mitglieder und Freunde des Braukulturellen Wandervereins
Franken von Fürth aus mit dem Bus nach Hohenschwärz, um die Auszeichnung
zu überreichen. 
Nachdem wir unseren ersten Durst mit einem kühlen dunklen Bier vom Faß stillen konnten (€ 1,60 die Halbe), führte uns die Braumeisterin Frau Hofmann durch die auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegende Brauerei. Hier ist noch ordentliches Handwerk gefragt. Die holzbeheizten Kessel erfordern viel Erfahrungswerte um das Bier auf der hohen Qualität produzieren zu können. Auch für uns, braukulturell erfahrene Wanderer, war noch einiges neues zu erfahren. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für die informative Führung.
Anschließend konnten wir noch unsere Mägen mit guter fränkischer Kost aus eigener Schlachtung füllen. Nachdem uns Frau Hofmann ihre selbstgebrannten Obstschnäpse noch kosten ließ, fing die feierlich Verleihung an.
Markus
Wildenauer, der erste Vorsitzende des BWF hielt seine Laudatio wie gewohnt mit
ein paar zum Schmunzeln anregenden Anekdoten. Anschließend wurde Frau
Hofmann das Sympathieseidla - erstmals unser Vereinskrug -, eine Urkunde und
ein Blumenstrauß überreicht.
Insgesamt ein - wie wir finden - sehr gelungener Abend.
Sehr
geehrte Preisträgerin, verrehrte Anwesende.
Herzlichen Dank für Ihr heutiges Erscheinen. Sie ehren damit nicht nur die Preisträgerin sondern auch uns und unser Anliegen, die fränkische Braukultur zu erhalten und zu fördern.
Es ist mir eine besondere Freude dieses Jahr den Preis des Sympathieseidlas zu verleihen, da ich mit dem Hofmannstropfen der Brauerei Hofmann meine ersten Erfahrungen mit fränkischer Braukunst machen durfte, sieht man von den zur damaligen Zeit im Großraum Nürnberg tätigen Industriebrauereien ab. Durch meine damaligen Nachbarn, die zu jedem anstehenden Fest ein Fass Hofmann holten, kam ich den Genuss Ihren guten Bieres. Es hat mich und viele derer die heute mit zu Ihnen gekommen sind jahrelang begleitet. Somit hat die Braukunst Ihres Hauses keinen unwesentlichen Anteil an der Gründung des Braukulturellen Wandervereins und damit an der Entstehung des Sympathieseidlas.
Die Instrumente um die Ziele unseres Vereins, die Förderung der fränkischen Braukultur durch Erwanderung unserer fränkischen Heimat und Informationsmaterial und unkonventionelle Medien, wurde vor nun mittlerweile 7 Jahren um den Preis des Sympathieseidlas erweitert. Wir verleihen ihn an Brauereien und Braumeister, die sich aus unserer Sicht besonders um die Braukultur Frankens und derern Erwanderung verdient gemacht haben.
Wie schon Eingangs erwähnt haben Sie zu meiner Jugendzeit die Einstellung zu kleinen Privatbrauereien maßgeblich geprägt. Zu jener Zeit "exportierte" Ihr Vater bereits kleine Mengen Ihres Bieres in den Großraum Nürnberg, lange bevor andere Ihrer Zunft dazu die Notwendigkeit sahen. Bei unzähligen Wanderungen haben wir Ihr Haus mittlerweile besucht und wurden stehts gastfreundlich empfangen. Wegen der idealen Lage in der Nähe so vieler schöner Wandergebiete wird Ihre Brauerei immer wieder gerne von uns und vielen Ausflüglern als Start- oder Endpunkt einer Wanderung ausgewählt. Einige Male waren Sie bereit Wanderer unserer Gruppe ins nahegelegene Gräfenberg zu fahren, da diese zu lange bei Ihnen verweilten und drohten ihren Zug nach Hause zu versäumen. Im Jahr 2001 haben Sie die Brauerei von Ihrem Vater übernommen, der diese von 1973 an geführt hatte. Seit damals haben Sie und Ihre Familie das Heft in der Hand und stehen mit Ihrem gut gebrautem Bier Ihrem Vater in nichts nach. Uns freut besonders, dass sie Brauerei nicht, wie soviele vor ihr, geschlossen werden musste, weil die nachfolgende Generation nicht bereit war die anstrengende Arbeit die solch ein Betrieb mit sich bringt, zu übernehmen. Mit Ihrem Ausstoß von 1.600 hl im Jahr geben Sie der Qualität Vorzug vor Quantität. Sie waren auch bereit unsere Werbeaktion beim letzjährigen Kirchweihumzug der Stadt Fürth zu unterstützen, die uns und den fränkischen Brauereien 90 Sekunden Sendezeit im Bayerischen Fernsehen einbrachte. Bei dieser Aktion verteilten wir "Freibier" verschiedener fränkischer Brauereien und nicht selten wurden wir gefragt ob nicht noch eine Flasche "Hofmannstropfen" zu haben sei.
Neben
dem Hofmannstropfen brauen Sie noch ein Festbier und auch selbstgebrannte Schnäpse
kann man bei Ihnen verkosten. Mit guter fränkischer Küche machen Sie
es einem schwer, wieder zu gehen weshalb wir immer darauf geachtet haben Ihre
Brauerei als einer der letzten bei einer Wanderung zu besuchen, damit nicht
bereits bei der ersten Station die Wanderung zu Ende ist.
Wir danken Ihnen, dass Sie uns heute die Gelegenheit gaben Ihre Brauerei zu besichtigen und uns ein bisschen in die Geheimnisse Ihrer Braukunst einweihten.
In der Hoffnung, dass Sie und Ihre Famile mit Ihrer Brauerei auch künftig eine feste Grösse in der fränkischen Braukultur sind darf ich Ihnen nun im Namen des Braukulturellen Wanderveins Franken e.V. und ich hoffe auch im Namen aller Freunde der fränkischen Braukultur das Sympathieseidla 2005 überreichen.
Hohenschwärz, 15.4.2005
Markus Wildenauer, 1. Vorsitzender des Braukultureller Wanderverein Franken e.V.